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Die 1. Auflage des 2. Bandes der Aquarienkunde hatte ihre Premiere 1955. Damit begann das immer mehr zunehmende Interesse an Sterba´s Büchern, das eigentlich bis zur Wiedervereinigung Deutschlands und den damit verbundenen einschneidenden Veränderungen auch auf dem Buchmarkt angehalten hat. Über Jahrzehnte hinweg blieb Prof. Sterba mit dem Urania-Verlag in Leipzig eng verbunden. Es gab Lizenzausgaben im Eugen Ulmer Verlag Stuttgart und im Weltbild-Verlag, der im Jahr 2000 die 9. unveränderte Auflage der „Süßwasserfische der Welt“ herausbrachte.
Sterba hat es über die vielen Jahre hinweg verstanden, bekannte und bedeutende Aquarianer, die z.T. seine Schüler sind, zur Mitarbeit an seinen Büchern zu gewinnen. So unter anderem Klaus Breitfeld, Gerd Brückner, Walter Foersch, Hanns-Joachim Franke, Joachim Kormann, Helmut Mühlberg, Winfried Naumann, Helmut Sander, J. J. Scheel, Axel Zarske. Das geschah verstärkt in den 80er Jahren aus der Erkenntnis heraus, dass ein Einzelner nur schwerlich in der Lage ist, das Gesamtgebiet der Aquaristik zu überschauen und besonders im Hinblick auf die Nomenklatur stets dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu entsprechen. Erinnert sei auch an die hervorragenden Aquarienfotografen wie Hans Joachim Richter, Walter Foersch, Wolfgang Sommer und andere, die zur erstklassigen Ausstattung der Bücher beigetragen haben. Dazu gehört auch die Erwähnung der Graphiken von Traudl Schneehagen, die besonders in dem Buch „Süßwasserfische der Welt“ eine bewundernswerte Leistung darstellen.
Ab und an wurde bei Sterba´s Büchern kritisch vermerkt, dass nicht immer die neuesten lateinischen Namen der Fische verwendet werden. Hier beruft sich Sterba an verschiedenen Stellen auf Denys W. Tucker, vormals Assistent Keeper an der Sektion Fische am Britischen Museum für Naturgeschichte (London) und dessen Meinung, die mit seiner eigenen übereinstimmte. Tucker vertritt folgenden
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Standpunkt: „Es kann nicht deutlich genug betont werden, dass die Beschreibung einer als „neu“ angesehenen Art eine besondere Verantwortung, ein Höchstmaß an Kenntnissen und Erfahrungen und die exakte Beherrschung der komplizierten international anerkannten Nomenklaturregeln erfordert. In den meisten Disziplinen der Wissenschaft ist es möglich, schlechte Arbeiten zu ignorieren. Im Gegensatz dazu müssen in der Taxonomie auch die schlechtesten Arbeiten berücksichtigt werden. Aus dieser Situation leitet sich die Tatsache ab, dass gute Taxonomen gezwungen sind, einen unverhältnismäßig großen Anteil ihrer Zeit und ihrer Anstrengungen an äußerst artifizielle und überflüssige, von schlechten Taxonomen geschaffene Probleme vergeuden zu müssen, der ihnen bei der Bearbeitung echter, von der Natur gestellter Fragen fehlt. Amateure sollten deshalb solange auf taxonomische Publikationstätigkeit verzichten, bis sie entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben. Auch ist es nicht ratsam, Erstbeschreibungen in unbekannten Aquarienzeitschriften zu publizieren, da diese dort der Gefahr ausgesetzt sind, für viele Jahre übersehen zu werden und nach ihrer Wiederentdeckung zwischenzeitlich eingeführte Namen über den Haufen werfen.“ Und Sterba selbst meint dazu: „Die Aquaristik wäre gut beraten, wenn sie nicht jede Namensänderung sofort aufgreifen, sondern abwarten würde, ob die Änderung allgemeine Anerkennung findet.“
Prof. Sterba hatte während der Arbeiten an seinen Büchern auch verschiedene Kontakte mit bekannten Killifischfreunden. Im Vorwort zur 3. Auflage der „Süßwasserfische aus aller Welt“ 1977 schreibt er: “Die gründliche Analyse der Verbreitung ganzer Fischgruppen hat, verbunden mit verbesserten systematischen Bestimmungsmethoden, Verhaltensstudien, Kreuzungsexperimenten und genetischen Untersuchungen zu hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen
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